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Verschnitt

13. September 2014 - Uncategorized

Bereits in früheren Arbeiten hat sich Pauline Kraneis mit Parkett als kartographischem Muster, auf dem wir uns bewegen, und das in seiner Linienführung Bewegungsrichtungen empfiehlt, auseinandergesetzt. In der achten und letzten Ausstellung der Serie ortsspezifischer Arbeiten „Espace Surplus Le Grand“ richtet sie nun den Fokus ihrer künstlerischen Auseinandersetzung auf den augenfälligen und bald 150 Jahre alten Parkettboden des prunkvollen, historischen Hauptraumes. Geschnittene Aluminium kaschierte Trittschallmatte – ein Standardprodukt aus dem Baumarkt zur Schalldämmung von Parkett – legt sie in Dopplung des vorgefundenen Musters auf das Parkett. Dabei ist es weniger eine bloße Dopplung als vielmehr eine Variation eines vom Boden vorgegebenen Musterthemas. Dieses verlegt Pauline Kraneis als Negativ, Stanzbögen gleich, im vorderen und spielerisch als Positiv weiterführend im hinteren Raum. Damit erstreckt sich die Musterpartitur des Parkettbodens auf den gesamten Raum und verändert so die vorgefundene Raumaufteilung. Neue Räume werden kreiert, bestehende erweitert.

Zugleich spiegelt die silberne, glatte Oberfläche des Materials die raue und verblassten Farben des prunkvollen Raumes und löst so den scheinbaren Gegensatz zwischen blanker Materialästhetik und historischer Blätterputz-Romantik mit überraschender Leichtigkeit auf.

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